Chart-Hits 90er

Alle Chart-Hits der 90er Jahre:
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1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999

  1. Wind Of Change von Scorpions
  2. Time To Say Goodbye von Sarah Brightman & Andrea Bocelli
  3. Verdammt ich lieb’ dich von Matthias Reim
  4. It’s My Life von Dr. Alban
  5. Conquest Of Paradise von Vangelis
  6. Rhythm Is A Dancer von Snap

  7. Musikhimmel als Radio
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  8. My Heart Will Go On von Celine Dion
  9. Das Boot von U96
  10. Everything I Do I Do It For You von Bryan Adams
  11. What Is Love von Haddaway
  12. Mambo No. 5 von Lou Bega
  13. I’ll Be Missing You von Puff Daddy & Faith Evans feat. 112
  14. Sweat (A La La La La Long) von Inner Circle
  15. Mr. Vain von Culture Beat
  16. All That She Wants von Ace Of Base
  17. Gangsta’s Paradise von Coolio
  18. What’s Up von Four Non Blondes
  19. Cotton Eye Joe von Rednex
  20. Nothing Compares 2 U von Sinead O’Connor
  21. Blue (Da Ba Dee) von Eiffel 65
  22. Sadeness (Part I) von Enigma
  23. Let’s Talk About Sex von Salt’n’Pepa
  24. Bacardi Feeling von Kate Yanai
  25. Joyride von Roxette
  26. Without You von Mariah Carey
  27. Macarena von Los del Rio
  28. Abba-esque von Erasure

  29. Musikhimmel als Radio
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  30. I’d Do Anything For Love von Meat Loaf
  31. Wish You Were Here von Rednex
  32. More And More von Captain Hollywood Project
  33. Believe von Cher
  34. Children von Robert Miles
  35. Männer sind Schweine von Die Ärzte
  36. It’s Like That von Run D.M.C. vs. Jason Nevins
  37. Killing Me Softly von Fugees
  38. Barbie Girl von Aqua
  39. Candle In The Wind ’97 von Elton John
  40. Die Flut von Joachim Witt & Peter Heppner
  41. I Swear von All-4-One
  42. Alane von Wes
  43. Baby One More Time von Britney Spears
  44. Living On My Own von Freddie Mercury
  45. Tom’s Diner von DNA feat. Suzanne Vega
  46. Flugzeuge im Bauch von Oli P.
  47. Immortality von Celine Dion
  48. Insomnia von Faithless
  49. To Be With You von Mr. Big
  50. Lemon Tree von Fool’s Garden
  51. Bailando von Loona
  52. Go West von Pet Shop Boys
  53. Coco Jamboo von Mr. President
  54. Informer von Snow
  55. No Limit von 2 Unlimited

  56. Musikhimmel als Radio
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  57. They Don’t Care About Us von Michael Jackson
  58. The Power von Snap
  59. Sing Hallelujah von Dr. Alban
  60. Beinhart von Torfrock
  61. The Sign von Ace Of Base
  62. I’ve Been Thinking About You von Londonbeat
  63. Kingston Town von UB 40
  64. Big Big World von Emilia
  65. Zombie von Cranberries
  66. My Love Is Your Love von Whitney Houston
  67. The Earth Song von Michael Jackson
  68. Men In Black von Will Smith
  69. Please Don’t Go von Double You
  70. I Will Always Love You von Whitney Houston
  71. Love Is All Around von Wet Wet Wet
  72. Out Of The Dark von Falco
  73. I Can’t Help Myself von Kelly Family
  74. I Don’t Want To Miss A Thing von Aerosmith
  75. Ooops Up von Snap
  76. Ich bin der Martin, ne von Diether Krebs
  77. Streets Of Philadelphia von Bruce Springsteen
  78. Gonna Make You Sweat von C & C Music Factory
  79. Eine Insel mit zwei Bergen von Dolls United
  80. Don’t Speak von No Doubt
  81. Die da!?! von Die Fantastischen Vier
  82. Saturday Night von Whigfield
  83. Omen III von Magic Affair
  84. Zehn kleine Jägermeister von Die Toten Hosen
  85. Ice Ice Baby von Vanilla Ice
  86. Don’t Talk – Just Kiss von Right Said Fred
  87. Be My Lover von La Bouche
  88. I Can’t Help Falling In Love With You von UB 40
  89. Don’t You Want Me von Felix
  90. All For Love von Bryan Adams, Rod Stewart & Sting
  91. United von Prince Ital Joe & Marky Mark
  92. Life von Haddaway
  93. Lonely von Nana
  94. Un-Break My Heart von Toni Braxton
  95. Scatman (Ski-Ba-Bop-Ba-Dop-Bop) von Scatman John
  96. Come With Me von Puff Daddy & Jimmy Page
  97. Have You Ever Really Loved A Woman von Bryan Adams
  98. Knockin’ On Heaven’s Door von Guns’n’Roses
  99. Infinity von Guru Josh
  100. Engel von Rammstein
  101. The Bad Touch von Bloodhound Gang
  102. Narcotic von Liquido
  103. Sonic Empire von Members Of Mayday
  104. Somebody Dance With Me von DJ BoBo
  105. It’s Alright von East 17
  106. Stand By Me von 4 The Cause
  107. Just Another Day von Jon Secada
  108. Ghetto Supastar von Pras Michel feat. ODB & Mya
  109. Mmm Mmm Mmm Mmm Mmm Mmm von Crash Test Dummies
  110. The Shoop Shoop Song von Cher
  111. Quit Playing Games (With My Heart) von Backstreet Boys
  112. How Do You Do von Roxette
  113. Genie In A Bottle von Christina Aguilera
  114. Tribal Dance von 2 Unlimited
  115. Would I Lie To You von Charles & Eddie
  116. Warum? von Tic Tac Toe
  117. Everybody von DJ BoBo
  118. Black or White von Michael Jackson
  119. Tears Don’t Lie von Mark ‘Oh
  120. Eins Zwei Polizei von MO-DO

Es war ja irgendwie erwartbar, dass das größte Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte – die Wiedervereinigung – ihren Niederschlag in den Musikcharts finden würde. Mit “Wind of Change” schrieben die Scorpions Anfang der 90er Jahre die Hymne zur Zeitenwende und landeten damit auch international ihren mit Abstand größten kommerziellen Erfolg. Keiner der weiteren Hits des Jahrzehnts kam an die dauerhaft hohen Chartplatzierungen dieses Songs heran. Zwei weitere Liedern schafften dies allerdings immerhin annähernd: Zum einen die Boxkampf-Schnulze “Time to say Goodbye” von Sarah Brightman und Andrea Bocelli und zum anderen natürlich “Verdammt ich lieb’ dich” von Matthias Reim. Dem Korbacher Schlagersänger gelang damit der Schlager der 90er Jahre schlechthin. Die Single ging über zweieinhalb Millionen Mal über die Ladentheke und belegte unfassbare 16 Wochen lang die Spitzenposition der deutschen Hitliste. Im weiteren Verlauf der Positionierungen finden sich dann zahlreiche Vertreter des Eurodance ein. Vielen gelten vermutlich “Rhythm is a dancer” von Snap oder “Mr. Vain” von Culture Beat als die Ohrwürmer dieses Genres. Bemerkenswert ist jedoch, dass Dr. Alban sich in dieser Endabrechnung noch vor den erwähnten Mitstreitern auf Platz 4 einfinden konnte. Unter den Top10 der 90er mischen übrigens auch noch U96 und Haddaway mit. Ein Blick auf die Playlists der deutschen Radiostationen zeigt dann aber, dass all die eben erwähnten Dancefloor-Hits es nicht geschafft haben, in dem heutigen Mainstream Fuß zu fassen. Die ebenfalls unter den ersten zehn Plätzen befindlichen Balladen von Bryan Adams (“Everything I do”) und Celine Dion (“My Heart will go on”) gelten den Radiomachern hingegen offenbar als zeitlos und werden weiterhin häufig gespielt.
Die Frage nach den Ohrwümern des Jahrzehnts ist äußerst schwer zu beantworten, zumal das subjektive Empfinden jedes Einzelnen hier von entscheidender Bedeutung ist. Es besteht zumindest kein Zweifel daran, dass die oben genannten Hits von sehr vielen Menschen allesamt als Ohrwürmer bezeichnet werden dürften. Damit ist das Kontingent allerdings bei weitem noch nicht ausgeschöpft: So fällt der in diesen Charts auf Platz 11 eingestufte Lou Bega mit “Mambo No. 5” mit Sicherheit in diese Kategorie. Gleiches gilt für “Sweat” von Inner Circle und “All that she wants” von Ace of Base, um nur mal einige weinge Künstler aus den Top20 zu nennen.
Deutsche Musiker waren in den damaligen Hitlisten sicherlich noch nicht so zahlreich vertreten wie heute, doch unter die ersten 50 schafften es mehrere. Über die Ausnahmeerscheinung Matthias Reim haben wir schon berichtet. Ein sensationeller Erfolg gelang auch U96 mit “Das Boot”, das auf den 8. Platz kam. Dann muss man aber schon ein bisschen weiter unten in unserer Auflistung suchen, um zunächst bei den Ärzten (“Männer sind Schweine) zu landen und schließlich noch zu erkennen, dass auch Oli P. mit “Flugzeuge im Bauch” oder zumindest seine Produzenten ein kleines Vermögen angehäuft haben dürften.
Sehr subjektiv gefärbt sein dürfte auch eine Suche nach den schlechtesten Songs der 90er Jahre. Klar, wer keinen Schlager mag, der ist schnell bei Matthias Reim gelandet. Wer Eurodance nicht ausstehen kann, wird gleich ein Drittel der hier vorhandenen Lieder markieren. Bleibt am Ende nur die – natürlich ganz objektiv – vorgenommene Bewertung des Autors dieser Zeilen, der die eben erwähnten Titel aus nostalgischen Gründen nicht vollends verdammen kann. Ein Blick auf den unteren Abschnitt der Aufzählung bringt dann die Erleuchtung: Ja, “To Be With You” von Mr. Big möchte ich nie wieder hören und “Lemon Tree” von Fool’s Garden auch nicht. Leider begegnen einem beide Titel nach wie vor auf diversen Radiostationen recht häufig.

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