Heinz Erhardt

Heinz Erhardt wurde 1909 in Riga, der Hauptstadt von Lettland, geboren. Schon in jungen Jahren musste er lernen mit schwierigen Widrigkeiten im Leben umzugehen. Er überlebte zwei Weltkriege bis er im Jahr 1979 verstarb. Er war ein deutscher Komiker, versuchte sich als Musiker, hielt sich für einen Komponisten, als Unterhaltungskünstler, nicht zuletzt als Kabarettist, angesehener Schauspieler und Dichter.

Typisch für ihn waren sein hintergründiger Witz, gepaart mit seinem ganz speziellen Charme. So konnte er Männer und Frauen gleichermaßen in seinen Bann ziehen. Heinz Erhardt wusste wie man Geschichten erzählt. Wie man sie lustig, traurig oder eben auch witzig erzählt. Er begeisterte klein und groß, meistens unterhielt er zu seiner Zeit die ganze Familie. Gerade in der schwierigen Nachkriegszeit, in der die Menschen nicht viel hatten und sich neu orientieren mussten, konnte Erhardt mit gekonnter Heiterkeit seinen Mitmenschen zumindest ein süffisantes Lächeln ins Gesicht zaubern. Er hatte auch den Spitznamen “Der Schmunzelmeister”. Allein dies sorgte dafür, dass er ein gern gesehener Gast bei jedem Anlass war.

Ein Steckenpferd von Heinz Erhardt waren u.a. seine kleinen Weisheiten, oder auch Aphorismen genannt. Dies sind kurze Sätze, manchmal nur zwei Zeilen, mit denen Weisheiten oder Gedanken in eine gewisse Form gepresst werden. So erscheinen sie wie kluge Lebensweisheiten, die wie von langer Hand geplant wirken. Heinz Erhardt konnte stundenlang die Weisheiten seines Lebens kundtun. Manchmal waren sie fröhlich, oft melancholisch, sie konnten aber auch zum Nachdenken anregen. Man glaubte, dass er diese Schwere als Künstler zum Teil bewusst einbaute, auf der anderen Seite soll sie seinem Gemüt entsprochen haben.

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