Marlene Dietrich

Die Grande Dame Hollywoods wurde am 27. Dezember 1901 im heutigen Berlin geboren, wo sie schon früh mit dem Theater in Kontakt kam. Sie spielte bereits in ihren frühen Zwanzigern in vielen Stücken mit, wo sie dann auch von Josef von Sternberg entdeckte wurde, der ihr eine der Hauptrollen in seinem Film Der blaue Engel anbot. Dietrich wollte eigentlich ablehnen, da sie von Minderwertigkeitskomplexen im Hinblick auf ihr Aussehen gequält wurde. Der Regisseur überzeugte sie jedoch von seinem Vorhaben und verhalf ihr damit zum Durchbruch, da der Film ein großer Erfolg wurde.

Marlene Dietrich folgte Sternberg dann 1930 in die Vereinigten Staaten und drehte unter seiner Regie den Film Marokko, der ihr ihre einzige Oscar-Nominierung einbrachte. Sie stieg in der Folgezeit zu einer festen Hollywood-Größe auf. Filme wie Shanghai Express oder Perlen zum Glück zementierten ihren Status als Filmstar.

Die Schauspielerin lehnte wiederholte Angebote der Nazis ab, Propagandafilme für sie zu drehen. Die Faschisten versuchten sie mit hohen Gagen und anderen Vergünstigungen zu ködern. Dietrich lehnte den Nationalsozialismus jedoch entschieden ab und unterstützte deutsche Flüchtlinge und Künstler, die von den Nazis verfolgt wurden. Darüber hinaus sang sie für die US-Amerikanischen Truppen in Europa.

Nach dem zweiten Weltkrieg konzentrierte sie sich verstärkt auf ihre Gesangskarriere und konnte mit Liedern wie Ich hab noch einen Koffer in Berlin und Sag mir, wo die Blumen sind große internationale Erfolge feiern. Bis in das Jahr 1976 tourte sie durch die ganze Welt und war beispielsweise die erste Künstlerin, die in Israel auf deutsch sang.

Mit dem Beginn der 1980er Jahre zog sich Dietrich aufgrund ihrer Alkohol- und Tablettensucht in ihr Apartment in Paris zurück. In den folgenden Jahren verließ sie ihre Wohnung nicht mehr, pflegte aber noch einen regen telefonischen Austausch mit ihrer Familie und ihren Freunden. Marlene Dietrich starb am 6. Mai 1992 an den Folgen einer Überdosis Schlaftabletten.

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