Ilse Werner

Ilse Werner wurde als Ilse Charlotte Still am 11.Juli 1921 im heutigen Java geboren. Ihre Mutter Lilli war Deutsche. Ihr Vater war Niederländer und besaß Plantagen im damaligen Niederländisch-Indien.

Als das väterliche Gewerbe Konkurs ging zog die Familie 1931 erst nach Deutschland und drei Jahre später nach Wien. Dort nahm Ilse nach der Schule Schauspielunterricht. Sie führte nun, gemäß dem Geburtsnamen ihrer Mutter, den Künstlernamen „Ilse Werner“. Nach Ihrem ersten Schauspielauftritt 1937 feierte sie ein Jahr später mit Theo Lingen und Hans Moser ihr Kinodebut in “Die unruhigen Mädchen” und erhielt einen Vertrag der UFA Filmgesellschaft.

Schauspielerin:
Nach ihrer Gesangsdarbietung in “Das Wunschkonzert” gab sie erfolgreiche Rollen in “Die schwedische Nachtigall”, “Wir machen Musik” und “Münchhausen” zum Besten. Während des Krieges moderierte sie im Fernsehen die Show “Wir senden Frohsinn – wir spenden Freude”.
Bereits als Zwanzigjährige ist sie ein internationaler Star und populäres Vorbild. Sie veröffentlicht 1941 ihre Autobiografie.
Vielleicht den grössten Erfolg feierte sie zum zweiten Male (Münchhausen) an Hans Albers´ Seite in “Große Freiheit Nr. 7”. In der Nachkriegszeit waren ihre Filme weniger erfolgreich. “Die Herrin vom Sölderhof” war im Jahre 1955 ihr letzter Kinofilm. Im selben Jahr erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Ilse Werner hatte nun nur noch Fernsehrollen u.a. neben Harald Juhnke.

Synchronsprecherin:
Durch ein Berufsverbot nach Kriegsende konzentrierte sie sich einige Zeit auf die Synchronisation u. a. in einigen Abenteuerfilmen.

Sängerin und Kunstpfeiferin
Zwischen 1940-60 war Ilse Werner auch als Schlagersängerin und Kunstpfeiferin erfolgreich. Danach brillierte sie auf diversen Theaterbühnen. Musikalisch arbeitete sie beispielsweise mit Max Raabe und den “Ärzten” zusammen.

Privat
Ilse Werner war zweimal verheiratet. Beide Ehen gingen in die Brüche: 1947 – 1952 mit dem Journalisten John de Forest 1954 – 1966 mit dem Komponisten Josef Niessen.

Sie starb am 8.August 2005 verarmt in Lübeck und wurde in Postsdam beerdigt.

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